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Fussabdruck

Sieben einfache Tipps für ein plastikfreieres Leben

Man muss nicht weit gucken, um festzustellen, dass wir zum aktuellen Zeitpunkt ein immenses Plastikproblem haben. Links und rechts der Gehwege, in Waldgebieten und sogar Flüssen, Bächen oder am Strand tummeln sich massig Überreste unserer Zivilisation in Form von Plastikflaschen, Tüten oder anderen Kunststoffverpackungen. Du hast genug von diesem Wahnsinn und fragst dich, was du selbst tun kannst? In diesem Journalbeitrag verraten wir dir sieben einfache Tricks, wie du dein Leben plastikfreier und dadurch ressourcenschonender und nachhaltiger gestalten kannst.

Aller Anfang ist simpel: die gute Jute

Der einfachste Weg, um unterwegs und beim Einkaufen Plastik einzusparen ist so simpel wie günstig: Schnapp dir einen Baumwollbeutel oder aus einem anderen Stoff, der dir zusagt und verstau ihn in deinem Rucksack oder deiner Umhängetasche. Das gute Stück nimmt nicht viel Platz ein und kann dir bei jedem spontanen Einkauf eine Tüte sparen. Und ganz nebenbei hat der ehemals aus Jute – also einer Naturfaser – gefertigte Beutel, den man in Köln liebevoll „Büggel“ nennt, mittlerweile einen nicht zu unterschätzenden modischen Stellenwert erreicht.

Gemüse- und Obsttüten links liegen lassen

In konventionellen, leider aber auch einigen Biomärkten sind immer noch nicht alle Gemüse- und Obstsorten frei von Plastik. Und wenn man lose Produkte findet, muss man nicht weit schauen, um direkt das Angebot kostenloser, extrem dünner Plastiktüten für die Abfüllung vorzufinden. Hier hast du die Möglichkeit, bewusst auf Umverpackung zu verzichten. Wähle die Gemüse- und Obstsorten, die unverpackt angeboten werden und greif nicht zur Einwegtüte. Stattdessen kannst du Beutel aus Baumwolle oder Nylon nutzen, entweder selbst genäht oder solche, die man mittlerweile an vielen Verkaufsstellen findet. Eine weitere Möglichkeit, um unverpacktes Gemüse und Obst zu finden: Besuche Wochenmärkte oder Gemüseläden, die es besonders in Großstädten an vielen Ecken gibt.

Coffee-to-stay oder eigenen Becher einstecken

Wer kennt es nicht – ob auf dem Weg ins Büro oder unterwegs zur Uni, der Coffee-to-go lockt überall. Wenn du auch zu den Leuten gehörst, die ihren Kaffee am liebsten auf dem Weg genießen, dann kannst du dir ganz einfach einen schicken Mehrwegbecher kaufen und diesen befüllen lassen. Ein anderer Tipp, der ein bisschen Entschleunigung ins Leben bringt: Wieso nicht einfach mal aus einem To-go ein To-stay machen und das Heißgetränk an Ort und Stelle genießen?

Wasser aus der Leitung zapfen

Ein sehr simpler Tipp, der jedoch so manchen vor eine Herausforderung stellt. Anstatt sich damit abzumühen, Getränkekisten oder gar Einwegflaschengebinde mit Wasser zu schleppen, kann man in Deutschland guten Gewissens auf Leitungswasser zurückgreifen. Als eines der am meisten kontrollierten Lebensmittel spricht absolut nichts gegen die Trinkwasserqualität in unserem Land. Und hey, falls du in einer Region mit besonders kalkhaltigem Wasser lebst: Kalk besteht unter anderem aus Calcium, einem lebenswichtigen Mineralstoff, den du ohnehin deinem Körper zuführen solltest. J Also ab damit in die jederzeit wiederbefüllbare Flasche für unterwegs.

It’s Period Time: Menstruationstassen oder waschbare Binden verwenden

Für all jene, die ihre monatliche Regelblutung haben, gibt es mittlerweile zahlreiche Modelle, um auch hier massig Plastik einzusparen. Als besonders beliebte Alternative zu Tampons und Binden hat sich in den letzten Jahren die sogenannte Menstruationstasse entwickelt. Im Gegensatz zu anderen Hygieneprodukten saugt sie das Menstruationsblut nicht auf, sondern sammelt es im Inneren des Körpers. Regelmäßig ausgeleert und gereinigt spart es für viele Jahre unzählige Einwegprodukte ein, die u. a. in Plastik eingepackt sind. Und für all jene, die bisher auf Binden gesetzt haben, gibt es entweder DIY-Anleitungen fürs Selbstnähen von waschbaren Stoffbinden oder diese direkt zu kaufen.

Dosen aus Edelstahl statt Einwegverpackung für das „Butterbrot“

Nicht nur in der Schulzeit, sondern auch im Erwachsenenleben möchten besonders die brotverwöhnten Deutschen nicht auf ihre belegten Schnitten verzichten. Aber wieso soll man das Brot allein für den Transport in Folie wickeln, die man direkt nach dem Verzehr in den Müll wirft? Stattdessen kannst du entweder Brotdosen aus Edelstahl oder anderen nachhaltigen Materialien verwenden oder auf Wachspapiere sowie flexible Tücher und Taschen für das „Butterbrot“ zurückgreifen.

Verzichte auf Strohhalme

Manchmal spart ein einfaches „Nein, danke“ schon Ressourcen. Das glaubst du nicht? Dann bestell doch deinen nächsten Cocktail oder deine nächste Limonade direkt mit dem Satz „Bitte ohne Strohhalm“. Bis die Einwegstrohhalme aus Kunststoff schlussendlich aus den Geschäften verschwinden, braucht es noch etwas Zeit, aber du kannst bereits heute mit einem freundlichen „Nein, danke“ zeigen, dass dir die Umwelt nicht egal ist. Du möchtest nicht auf den Komfort verzichten, den dir ein Strohhalm verspricht? Dann werd kreativ und pack ab sofort einen Strohhalm aus Edelstahl, Glas oder eine lange, ungekochte Makkaroni ein.

14. März 2019